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Mechatroniker / Mechatronikerin

Mechatroniker bzw. Mechatronikerin ist eine Berufsbezeichnung aus der gewerblichen Wirtschaft. Er oder sie beherrscht sowohl Mechanik als auch Elektrotechnik und Elektronik und kennt sich in Steuerungs- und Informationstechnik aus.

Ursprünglich wurde der Beruf für den Erstellungsprozess von Maschinen und Anlagen konzipiert.
Dabei werden mechanische, elektrische und elektronische Teile zu Systemen zusammengestellt und Steuerungssoftware installiert. Zudem werden regelmäßig Funktion und Sicherheit der Systeme überprüft und gewartet.

So ein System kann z. B. die Becherabfüllanlage in einer Molkerei sein: Dort wird nicht nur die Buttermilch in Becher abgefüllt, sondern die Becher werden auch mit Aludeckeln abgedeckt, Plastikrand und Deckelrand werden miteinander verklebt und das Haltbarkeitsdatum der Buttermilch wird aufgestempelt. Damit diese Anlage funktioniert, muss der/die Mechatroniker/in viele verschiedene Arbeitsschritte der Anlage im Auge haben, und z.B. täglich den Haltbarkeits-Stempel neu einstellen. Oder die Fließgeschwindigkeit des Laufbandes, auf dem die Becher stehen, muss überprüft werden: Läuft das Band zu schnell, werden die Becher nicht voll genug; statt eines halben Liters ist dann nur ein drittel Liter darin – das würde sich kein Käufer gefallen lassen.

Mechatroniker bzw. Mechatronikerinnen sind Elektrofachkräfte und Metallfachkräfte, d.h. sie werden so ausgebildet, dass sie selbstständig an elektrischen und mechanischen Anlagen arbeiten dürfen. Qualifikationen der Metallbearbeitung und Elektrotechnik sind ebenso erforderlich wie die Grundlagen der Hydraulik, der Pneumatik und der Steuerungstechnik. Messen, Prüfen und Programmieren von Komponenten stehen mit auf ihrem Arbeitsplan. Sie müssen mit Steuerungs- und Regelungstechnik umgehen können und programmierbare sowie speicherbare Steuerungen installieren.

Ihre Ausbildung dauert 3½ Jahre. Angestellt werden Mechatroniker/innen danach unter anderem bei Herstellern von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen oder elektrischen Anlagen und Bauteilen. Auch in Betrieben des Schienen-, Luft- und Raumfahrzeugbaus sind sie tätig. Ebenso sind Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus oder Hersteller von Windenergieanlagen Arbeitgeber von Mechatronikern/innen, genauso wie Firmen der Informations- und Kommunikations- oder der Medizintechnik.

Weitere Informationen und andere Ausbildungsberufe in der Milchwirtschaft finden Sie unter
www.milch-im-blut.de.

Ausbildungsfilme

Der Milchindustrie-Verband (MIV) und der Deutsche Bauernverband (DBV) haben Ausbildungsvideos zur Nachwuchswerbung für einige Milch-Beruf vorgestellt. Die Ausbildungsfilme können Sie sich auf Youtube anschauen.

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Molkerei

Eine Molkerei verarbeitet Milch zu verschiedenen Milchprodukten, wie Butter, Käse, Joghurt, Molke und vielen anderen Produkten.

Auf einen Blick (Deutschland 2016)

Zahlen - Daten - Fakten

Wohin fließt die verarbeitete Milchmenge?

Export 49%
Lebensmittelhandel 37%
Industrie, Ernährungsgewerbe, Großverbraucher 14%weiterlesen