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Laktoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz handelt es sich um keine echte Allergie (wie z. B. bei der Milcheiweißallergie), sondern um eine Milchzucker-Unverträglichkeit. Ursachsache hierfür ist ein Mangel des Enzyms Laktase im Dünndarm, der die Laktose in die die beiden Einfachzucker Glukose und Galaktose aufspaltet und so eine Absorption ermöglicht. Fehlt die Laktase, verbleibt die Laktose im Darm und wird dort von den Darmbakterien verstoffwechselt und vergärt. Hierbei entstehen Säuren und Gase, die die typischen Symptome wie Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Blähungen und Durchfall hervorrufen.

Man unterscheidet drei Formen des Laktasemangels:

  1. angeborene Laktoseintoleranz (Alaktasie): vollkommender Laktasemangel von Geburt an, der sehr selten ist.
  2. primäre (erworbene) Laktoseintoleranz (Hypolaktasie): entwickelt sich im Laufe des Wachstums und ist die häufigste Form von Laktasemangel
  3. sekundäre Laktoseintoleranz (Laktosemaldigestion): tritt oft als Folge einer Darmerkrankung auf und verschwindet nach deren Heilung wieder.

In Deutschland leiden rund 15 Prozent der Bevölkerung an primärer Laktoseintoleranz. Die betroffenen Personen müssen aber oftmals nicht komplett auf Milchprodukte verzichten. Da der Laktosegehalt in verschiedenen Milchprodukten sehr unterschiedlich ist, können einige Produkte in der Regel problemlos verzehrt werden. Vor allem in gesäuerten Milchprodukten wie Joghurt, Dickmilch oder Kefir ist der Laktosegehalt relativ gering und in Hart- oder Sauermilchkäse ist so gut wie keine Laktose mehr enthalten. Die Einnahme von Laktase-Tabletten aus der Apotheke vor dem Verzehr ermöglicht auch den Konsum laktosehaltiger Milchprodukte.

Mittlerweise gibt es im Handel auch ein großes Angebot an laktosefreien Milchprodukten, die einen Laktosegehalt von unter 0,1 g je 100 g enthalten. Diese Produkte schmecken in der Regel süßer als die laktosehaltigen Produkte, da hier der Milchzucker bereits in Glukose und Galaktose gespalten („vorverdaut“) wurde.


Quellen:

Milkipedia - Das Milchlexikon

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