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Laktose

Laktose (Milchzucker) ist der natürlich vorkommende Zucker (Disaccharid) in der Milch und gehört somit zu der Gruppe der Kohlenhydrate. Er besteht aus den beiden Einfachzuckern (Monosacchariden) Glukose und Galaktose. Die Laktose bildet mit ca. 4,8 Prozent den zweitgrößten Inhaltsstoff nach dem Wasser in der Rohmilch.

Damit die Laktose ins Blut aufgenommen werden kann, muss sie im Dünndarm mit Hilfe des Enzyms Laktase in die Einfachzucker Glukose und Galaktose aufgespalten werden. Wenn bei einem Menschen zu wenig oder gar keine Laktase im Dünndarm vorhanden ist, spricht man von einer Laktoseintoleranz.

Laktose trägt zur besseren Aufnahme von Kalzium bei, so dass der hohe Kalziumgehalt der Milch gut vom Körper verwertet werden kann. Weiterhin verbessert die Laktose auch die Aufnahme von Magnesium und Zink.

Isolierte Laktose ist aufgrund ihrer biochemischen Eigenschaften ein wichtiger Rohstoff für viele verschiedene Industriezweige, wie z. B. in der Pharmazie, Babynahrung oder Lebensmittelindustrie (als Bindemittel oder Aromaträger). Dieser hochwertige Milchzucker wird durch die Kristallisation von Milch oder Molkenerzeugnissen gewonnen.


Quellen:

  • Lexikon der Milch (1988), S. 208-209, Prof. Dr. Edmund Renner, München
  • Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (www.dialog-milch.de)

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