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Hemmstoffe

Hemmstoffe umfassen im weitesten Sinne alle Substanzen, die das Bakterienwachstum hemmen und somit zu Säuerungsstörungen bei der Produktion von Sauermilchprodukten und Käse führen können. Meist handelt es sich bei den Hemmstoffen um Antibiotika, die als Tierarzneimittel z. B. zur Behandlung von Eutererkrankungen bei Milchkühen eingesetzt werden, aber auch um Futtermittelinhaltsstoffe oder milchoriginäre Hemmstoffe. Beim Einsatz von Antibiotika ist es daher sehr wichtig, dass nach Abschluss der Behandlung eine Wartezeit eingehalten wird, bevor die Milch wieder verwendet werden darf. Dies dauert in Durchschnitt ca. 5 Tage.

Um zu verhindern, dass Hemmstoffe in die Produktion gelangen, schreibt die Milch-Güteverordnung vor, dass die Molkereien die angelieferte Milch regelmäßig testen müssen. Die Weiterverarbeitung der Milch darf nur dann stattfinden, wenn keine Hemmstoffe enthalten sind. Sollten Rückstände von Hemmstoffen festgestellt werden, wird die Milch nicht verwendet und dem Milcherzeuger kann rückwirkend der Auszahlungspreis für die angelieferte Milch des gesamten Monats gekürzt werden.


Quellen:

  • Verordnung über die Güteprüfung und Bezahlung der Anlieferungsmilch (Milch-Güteverordnung)
  • Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (www.dialog-milch.de)
  • Lexikon der Milch (1988), S. 149, Prof. Dr. Edmund Renner, München

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Zahlen - Daten - Fakten

Wohin fließt die verarbeitete Milchmenge?

Export 50%
Lebensmittelhandel 35%

Industrie, Ernährungsgewerbe, Großverbraucher 15%

Quelle: ZMB, 2019
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