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Gefrierpunkt

Gefrierpunkt nennt man den Temperaturpunkt an dem der Aggregatzustand eines Stoffes von flüssig zu fest wechselt, also gefriert.

Die Gefrierpunktbestimmung ist die Standardmethode, um eine mögliche Verfälschung/Verwässerung der Milch nachzuweisen. Da Milch gelöste Stoffe wie Laktose und Mineralstoffe enthält, liegt der natürliche Gefrierpunkt leicht unter 0°C. Unbehandelte Rohmilch hat normalerweise einen Gefrierpunkt von -0,525 bis -0,535°C.

In Deutschland legt die Milch-Güteverordnung fest, dass mindestens einmal im Monat eine Probe der Anlieferungsmilch jedes Erzeugers auf den Gefrierpunktwert untersucht werden muss. Wird der Temperaturwert von -0,520°C in Richtung 0°C überschritten, kann der Verdacht auf Fremdwasser in der Milch bestehen. Besondere klimatische Gegebenheiten oder Fütterungsbedingungen können in Einzelfällen eine natürliche Verschiebung des Gefrierpunktes bewirken.

Quelle:
  • Lexikon der Milch (1988), S. 132, Prof. Dr. Edmund Renner, München
  • Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (www.dialog-milch.de)
  • Verordnung über die Güteprüfung und Bezahlung der Anlieferungsmilch (Milch-Güteverordnung)

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Unter "Milchquote" versteht man das Kontingent bzw. die Menge der Milch, die ein Milcherzeuger produzieren darf. Am 1. April 2015 ist das EU-Milchquotensystem nach 31 Jahren ausgelaufen.

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