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Diabetes mellitus

Der Diabetes mellitus (umgangssprachlich Zuckerkrankheit) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Er ist gekennzeichnet durch eine unzureichende Insulinwirkung und folglich einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Man unterscheidet den Typ 1- und den Typ 2-Diabetes:
  • Der Typ 1-Diabetes ist durch einen Insulinmangel bedingt, die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse kommt teilweise oder komplett zum Erliegen.
  • Der Typ 2-Diabetes ist durch eine verzögerte Insulinausscheidung und eine gestörte Insulinwirkung gekennzeichnet (umgangssprachlich Altersdiabetes).
Vorwürfe, wonach der Milchverzehr das Risiko für Altersdiabetes erhöht, sind nicht belastbar. Aktuelle Übersichtsarbeiten zeigen sogar, dass der höhere Verzehr von Milch und Milchprodukten mit einem verminderten Diabetes-Risiko einhergeht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schließt in seiner Bewertung, dass zahlreiche epidemiologische Studien einen positiven Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Diabetes mellitus Typ 2 widerlegen. Stattdessen können schützende Effekte auf die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 angenommen werden. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung kommt zu dem Ergebnis, dass Milch und Milchprodukte (insbesondere fermentierte Milchprodukte) das Risiko für das Auftreten von Diabetes Typ 2 senken.

Die Metaanalysen von Beobachtungsstudien zeigen übereinstimmend eine statistisch signifikante Reduktion des Risikos für Diabetes mellitus Typ 2 bei höherem Verzehr von Milch und Milchprodukten. Bei Differenzierung von fettreduzierter/n und fettreicher/n Milch/-produkten war die Risikoreduktion nur für die fettreduzierte/n Milch/-produkte nachweisbar. Jogurt-Verzehr war ebenfalls mit einer Risikoreduktion verbunden.

Eine Metaanalyse von Interventionsstudien zeigt eine leichte Verbesserung der Insulinresistenz, einem Risikofaktor für Diabetes mellitus Typ 2. Letztendlich beweisende Metaanalysen von Interventionsstudien, die den Effekt von Milch(produkt)-Verzehr auf die Häufigkeit von Diabetes mellitus Typ 2 untersucht haben, liegen derzeit nicht vor.

Eine systematische Übersicht von 27 Fall-Kontroll-Studien und einer prospektiven Kohortenstudie weist darauf hin, dass eine kurze Stillzeit und/ oder die Entscheidung der Mutter, nicht zu stillen, ein Risikofaktor für das Auftreten eines Diabetes mellitus Typ 1 sein kann.

Quellen:
  • Ernährungsmedizin (3. Auflage von 2004), S. 414, Biesalski et al., Stuttgart
  • MIV-Sachstand zu Milch und Gesundheit
  • Ernährungs Umschau Nr. 9/2016

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Milch-Güteverordnung

Die Milch-Güteverordnung vom 9. Juli 1980 (BGBl. I S. 878, 1081), ist zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 17. Dezember 2010 (BGBl. I S. 2132) geändert worden.

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