Welches Amt erteilt das Identitätskennzeichen?

Die Antwort "Veterinäramt" ist richtig!

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Wie wird die Qualität von Milch in den Molkereien bestimmt?

Jeder einzelne Abschnitt auf dem Weg von der Rohmilch zum Endprodukt wird sorgfältigst kontrolliert, analysiert, protokolliert – und ständig den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst.

Die deutsche Milchindustrie stellt ihren Kunden qualitativ hochwertige Produkte zur Verfügung. Qualität, Hygiene und Sicherheit sind für das Lebensmittel Milch, seine Produktion und Verarbeitung von größter Bedeutung. Um dieses zu erreichen, werden alle Stufen der Milchproduktion und -verarbeitung strengen Kontrollen unterzogen. Das heißt, auf ihrem Weg von der Kuh bis in den Supermarkt werden Milch und Milchprodukte kontinuierlich überwacht und kontrolliert. Jeder Akteur in der Kette, der Milcherzeuger, ebenso wie die Molkerei und das Handelsunternehmen, steuert seinen Anteil dazu bei, dass Qualität und Sicherheit garantiert sind.

Milchverarbeitung: Spezielle Anforderungen an die Molkereien und an die Produkte

1. Die Qualitätssicherung in den Molkereien

Genauso wie auf den Milcherzeugerbetrieben gelten in den Molkereien eine ganze Reihe rechtlicher Vorschriften. Grundlegend sind u. a. das LFGB (Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch) und die Milch-Güteverordnung, um die Qualität der hergestellten Produkte zu gewährleisten. Die Kreisordnungsbehörden nehmen regelmäßige Proben, um die Qualität der Milchprodukte zu überprüfen.

Um überhaupt Milchprodukte herstellen zu dürfen, müssen Molkereien beim zuständigen Veterinäramt zugelassen sein. Um die Zulassung zu erhalten, muss die Molkerei u. a. ein Eigenkontrollsystem auf Grundlage internationaler Qualitätsregelungen zur Risikoanalyse (das sogenannte HACCP-System) einrichten und bauliche Richtlinien einhalten. Außerdem müssen der Betrieb und seine Mitarbeiter die gesetzlichen Hygieneanforderungen erfüllen.

Das Veterinäramt erteilt dem zugelassenen Betrieb das sogenannte Identitätskennzeichen (vormals Genusstauglichkeitskennzeichen), welches auf die Herkunft des hergestellten Milchprodukts verweist und auf jedem Milchprodukt aufgedruckt ist.

Außerdem erfüllen viele Molkereien zusätzlich zu den gesetzlichen Regelungen eigene Maßnahmen Standards (z. B. IFS), um die Sicherheit und Qualität ihrer Produkte zu gewährleisten. Dazu gehört zum Beispiel auch die Zertifizierung gemäß dem europäischen Normensystem zur Qualitätssicherung (DIN EN ISO).

Zudem gibt es externe Untersuchungsanstalten, die regelmäßig Milchprodukte untersuchen und Untersuchungsmethoden anpassen, um die verarbeiteten Milchprodukte zu prüfen und die Qualitätssicherung in den Molkereien zu unterstützen. Die Untersuchungsanstalten überprüfen zudem die Milchprodukte aus dem Handel regelmäßig auf Inhaltsstoffe und Qualität.

2. Die Qualitätssicherung der Endprodukte

Auch in der letzten Phase der Qualitätssicherung von Milch und Milchprodukten wird eine Vielzahl von Kontrollen durchgeführt.

Während die jeweiligen Kreisordnungsbehörden Stichproben von Milchprodukten im Einzelhandel nehmen, werden auf Grundlage einer Reihe nationaler und europäischer Verordnungen Untersuchungen durch die Lebensmittelüberwachung durchgeführt.

Neben den gesetzlichen Regelungen unternehmen die Molkereien darüber hinaus zusätzliche freiwillige Anstrengungen im Zuge der Eigenkontrollen, um die Qualität ihrer Milchprodukte zu belegen. Das geschieht anhand der Produktions- und Hygienekontrollen durch die betriebseigenen Labore (z. B. Produktionskontrolle, Hygienekontrolle, Kontrolle der Endprodukte).

Nach all diesen Kontrollen liegt es am Verbraucher die Qualität der Milchprodukte zu erhalten, indem er die Milchprodukte nach dem Einkauf kühl und lichtgeschützt transportiert und anschließend lagert. Bei Einhaltung der empfohlenen Temperatur steht einem ungetrübten Genuss des Produktes bis zum Erreichen des vom Hersteller empfohlenen Mindesthaltbarkeitsdatum nichts im Wege. .


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Quellen:

Weitere Informationen

Milkipedia - Das Milchlexikon

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