Was ist die wichtigste Eiweißpflanze in Deutschland?

Gras ist die wichtigste Eiweißpflanze in Deutschland!

Das Gras-Eiweiß können wir nicht essen, wir essen es über den Umweg Milch/Milchprodukte und Fleisch. Manche, oft sehr schön anzuschauende, Landwirtschaftsflächen können nur über das Grünland genutzt werden und nützen über diesen Umweg trotzdem unserer Ernährung, sogar mit einem sehr wertvollen Eiweiß.

Unsere wichtigste „Eiweißpflanze“ in Deutschland ist das Grünland. Die Eigenversorgung mit Futter-Eiweiß beträgt in Deutschland nur rund 73% der verfütterten Menge (6,25 Mio. Tonnen verdauliches Eiweiß, Durchschnitt 2008-2015)

Von dieser im Inland erzeugten Futter-Eiweißmenge liefert das Grünland mehr als die Hälfte! Die Eiweißmenge vom deutschen Grünland ist rund 5x so hoch wie die Import-Eiweißmenge aus Sojaschrot. Das intensiv genutzte Grünland in Niedersachsen liefert ca. 16% Eiweiß in der Trockenmasse. Die heute dominierende „Stärkepflanze“, der Silomais, hat nur 7,5% Eiweiß in der Trockenmasse.

Futterrationen mit Mais müssen in der Tierfütterung zur Eiweißergänzung mit Gras (frisch, siliert=Grassilage oder luftgetrocknet=Heu), Soja- oder Rapsschrot oder heimischen Acker-Körnereiweißpflanzen, wie Lupinen, Erbsen oder Ackerbohnen, gemischt werden. Die Mägen der Tiere vertragen den getoasteten Sojaschrot von den Körner-Eiweißpflanzen meist am besten.
Getoastet bedeutet hier dampferhitzt und entölt.

Quelle: Georg Keckl

https://www.facebook.com/georg.keckl.7/posts/145665132916797

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