Wie groß war der Anteil der Handelsmarken an der Gesamtmenge der verkauften Milch im Jahr 2007?

Die Antwort "88%" ist leider falsch.
Die richtige Antwort wäre "54%" gewesen.

Artikel zum Thema

Quelle: soundboy / www.photocase.com

Wirtschaftsfaktor Einzelhandel

Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) abgekürzt, ist Teilbereich des Einzelhandels und ist verantwortlich für den Vertrieb von Lebensmitteln an private Abnehmer.

Insgesamt wurden im Jahr 2009 in Deutschland rund 220,2 Milliarden Euro im gesamten Lebensmitteleinzelhandel umgesetzt, was einem Minus von 0,5 Prozent gegenüber 2008 entspricht.

Die 20 größten Händler erlösten zusammen fast 210 Milliarden Euro. An der Spitze der Top-Liste steht erneut Edeka, die ihre Erlöse um 16 Prozent auf 43,6 Milliarden Euro steigert. Der Marktanteil beträgt 19,8 Prozent. In der Rangliste folgt die Rewe Gruppe mit einem Umsatzzuwachs von 6,7 Prozent auf 36,3 Milliarden Euro und 16,5 Prozent Marktanteil. Darin enthalten seien aber 4 Prozent aus dem Touristik-Geschäft.
 


Molkereiprodukte und Handelsmarken

Auch Molkereiprodukte werden heutzutage größtenteils über die Discounter veräußert. Mehr als die Hälfte dieser Produkte wurden 2008 bei Aldi und Co. gekauft, im Gegensatz zu z. B. Frischfleischprodukten, die weniger in den Regalen der Discounter zu finden sind.



Betrachtet man den Mengen- und Werteanteil der über Handelsmarken vertriebenen Molkereiprodukte, lässt sich die Tendenz zum Verkauf über Handelsmarken deutlich erkennen. Im Jahr 2007 wurden rund 54 Prozent aller Molkereiprodukte über Handelsmarken veräußert, was einen Anstieg von einem Prozent zum Vorjahr 2006 bedeutet. Beim Werteanteil sieht es ähnlich aus. Der Anteil stieg von 2006 (46 Prozent) bis 2007 (48 Prozent) um ca. 2 Prozent. Bis auf Fruchtjoghurt inklusive probiotischer Produkte, Hart- und Schnittkäse (SB) und Milchmischgetränke konnte der Mengenanteil aller mit Handelsmarken verkaufter Molkereiprodukten im Jahr 2007 gesteigert werden. Auch in Zukunft werden die Handelsmarken der Discounter einen immer größeren Anteil am Warenkorb der Verbraucher finden. Die Eigenmarken der Molkereien verlieren hingegen.

Wie viele und welche Molkereiprodukte kaufen wir?

Doch wie viele Molkereiprodukte werden eigentlich durch den Einzelhandel veräußert? Im Jahr 2007 entfielen rund 10 Prozent des statistisch repräsentativen Warenkorbes auf Molkereiprodukte, wobei die weiße Linie ca. 5,7 Prozent davon ausmachte und die gelbe Linie die restlichen 4,4 Prozent.

Die „Weiße Linie“ umfasst neben Milch, Milchgetränken und Milchrahmerzeugnissen die Produktbereiche Joghurt, Quark und Frischdesserts. Zur „Gelben Linie“ werden allgemein die Käseprodukte gezählt. Dazu gehören die Segmente Hartkäse, Schnittkäse, Weichkäse, Sauermilch- und Kochkäse, Frischkäse sowie Schmelzkäse.

Die Umsätze, die in Deutschland mit Molkereiprodukten erwirtschaftet werden, sind vergleichbar mit den Umsätzen, die mit Obst und Gemüse erzielt werden.

Der Anteil des Warenkorbs für Molkereiprodukte teilt sich in 49,2 Prozent für die "Gelbe Linie" und in 50,8 Prozent für die "Weiße Linie".

net news

Das Kuhiz

Wer führte 1984 die Milchquote ein?

FA Kuh

Ländervergleich 2008

Milkipedia - Das Milchlexikon

Industriekaufmann/-kauffrau

In einer Molkerei kümmert sich ein Industriekaufmann oder eine Industriekauffrau vor allem um die Buchhaltung, den Einkauf, die Produktionsplanung und die Materialwirtschaft. Das Controlling, also die Überwachung der Wirtschaftlichkeit der...

Milchmädchen

Wohin fließt die verarbeitete Milchmenge?

Export 44%
Lebensmittelhandel 40%
Industrie, Ernährungsgewerbe, Großverbraucher 16%weiterlesen