Welches EU-Land stellt für seine EU-Nachbarländer einen wichtigen Exportmarkt dar?

Die Antwort "Malta" ist leider falsch.
Die richtige Antwort wäre "Italien" gewesen.

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Quelle: orange-grey / www.photocase.com

Europäischer Milchmarkt: Import- und Exportstrukturen

Europäische Milch bleibt größtenteils in Europa: Ein überwiegender Anteil des Außenhandels der einzelnen nationalen Milchmärkte der Europäischen Union (EU) besteht aus Import/Export-Geschäften mit anderen Staaten der EU.

Strukturen der Handelsbeziehungen der EU-Staaten

Der Verbrauch von Milchprodukten in der EU stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an. Zuspruch finden vor allem Käse und Joghurtprodukte, wohingegen der Verbrauch an Trinkmilch und Butter tendenziell sinkt.

Wegen des steigenden Verbrauchs in der EU bei einer - auf Grund der Milchquote – nicht zu erhöhenden Milchproduktion, bleibt weniger Milch für Milchprodukte, die in Länder außerhalb der EU exportiert werden könnten.

Deutschland ist sowohl größter Exporteur als auch Importeur von Milchprodukten in der EU. Die meisten deutschen Milchprodukte werden nach Italien exportiert.

Für viele andere EU-Staaten stellt der italienische Markt einen wichtigen Absatzmarkt der eigenen Produkte dar. Neben Deutschland exportieren Österreich, Frankreich und die neuen EU-Mitgliedsstaaten sehr viele Milchprodukte nach Italien. Enge Importverbindungen Deutschlands bestehen mit den Niederlanden, Frankreich und Österreich.

Zentrale Rolle der Niederlande

Die Niederlande nehmen als Umschlagplatz für den internationalen Handel eine zentrale Position in der EU ein. Viele Exporte aus anderen EU-Staaten in die Niederlande dienen nicht immer dem Konsum im Land, sondern in vielen Fällen dem Reexport in Drittstaaten. Oft wird Rohmilch in die Niederlanden eingeführt. Diese wird dort zu Milchprodukten, wie Butter, weiterverarbeitet und in andere Länder ausgeliefert, z.B. Deutschland.

Handelspartner außerhalb der EU

Die Exporte aus der EU steigen, sobald die Nachfrage auf dem Weltmarkt zunimmt und zeitgleich das Angebot an Milchprodukten aus den Ländern Ozeaniens und Südamerikas zurückgeht.

Für die EU stellt der Handel von Milchprodukten mit Drittstaaten ein „Absatzventil“ dar. Sowohl die Milcherzeugung als auch die Nachfrage in der EU und in Deutschland unterliegen saisonalen Schwankungen. Im Frühjahr wird meist zu viel Milch erzeugt. Um das Überangebot an Milchprodukten in der EU abzubauen, werden diese Milchprodukte über den Weltmarkt in Drittländer exportiert.

Die zehn wichtigsten Handelspartner der 27 EU-Staaten machen über die Hälfte der gehandelten Menge an Milchprodukten aus, die die EU Richtung Weltmarkt verlassen. Milchprodukte, die aus der EU exportiert werden, gehen größtenteils nach Russland, Saudi Arabien, in die Schweiz, nach Nigeria, in die USA, nach Algerien, Japan, China, Ägypten und in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Deutschland, die Niederlande und Frankreich sind die EU-Staaten mit den größten Käseexporten in Drittländer. Die Niederlande führen außerdem am meisten Butter und zusammen mit Dänemark am meisten Vollmilchpulver in Drittstaaten aus.

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