Für welche Kostenpunkte gibt der Milcherzeuger am meisten aus?

Die Antwort "Versicherung" ist leider falsch.
Die richtige Antwort wäre "Maschinenkosten und Futtermittel" gewesen.

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Der Verdienst der Milcherzeuger

Wieviel verdient ein deutscher Milcherzeuger? Und wie hoch ist der Anteil je Liter Trinkmilch, den der Milcherzeuger von dem Preis erhält, den ein Verbraucher im Supermarkt bezahlt?

Tendenz: Das Einkommen eines deutschen Milcherzeugers steigt

Gemäß einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), veröffentlicht im Oktober 2008, verfügte ein durchschnittlicher Milcherzeuger in Deutschland im Geschäftsjahr 2007/2008 über ein höheres Einkommen als im Jahr 2006/2007. Im Vergleich zu anderen Branchen verzeichnen die Milcherzeuger in Deutschland seit einigen Jahren sogar ein überdurchschnittliches Wachstum.

Im Geschäftsjahr 2005/2006 hat ein durchschnittlicher Milcherzeugungsbetrieb in Deutschland einen Nettogewinn in Höhe von 35.752 Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anstieg von rund 11 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr zuvor – trotz deutlich erschwerter Rahmenbedingungen.

Denn gleichzeitig sind die Produktionskosten der Milcherzeuger deutlich gestiegen. Vor allem Futtermittel, Düngemittel, Strom und Kraftstoff für Fahrzeuge und Maschinen, aber auch eventuelle Pachtzahlungen (zum Beispiel für zusätzliches Acker- und Weideland) haben sich teilweise erheblich verteuert. Ursache dafür sind im Wesentlichen die hohen Erdölpreise, klimatische Bedingungen in den wichtigsten Produktionsregionen der Welt sowie die staatliche Subventionierung von Bioenergie, die es für viele Landbesitzer rentabler machen würde, von Weideland auf Rapsanbau umzusteigen. Für den Milcherzeuger als Graslandpächter ist der Anbau von Energiepflanzen eine Konkurrenz, die die Preise für sein Futter- und Weidereservoir nach oben treibt.

Höhere Beihilfen stabilisieren den Betriebsgewinn der Bauern
- Vergleich zwischen konventionellen Betrieben und Ökobetrieben

Insgesamt erzielten Ökobetriebe im Wirtschaftsjahr 2007/2008 gleich hohe Gewinne wie die vergleichbaren konventionellen Betriebe. Bezogen auf den Arbeitseinsatz erwirtschafteten Ökobetriebe ein Einkommen von 33.400 Euro je Arbeitskraft. Einkommenstabilisierend wirken dabei die höheren Beihilfen (Öko-Betriebe 540 Euro je Hektar, konventionelle Betriebe 375 Euro je Hektar). Die Aufwendungen für Pflanzenschutz waren in den Öko-Betrieben deutlich niedriger. Der Aufwand für Treib- und Schmierstoffe ist in etwa gleich hoch. Den wesentlich niedrigen Ertägen der Öko-Betriebe stehen deutlich höhere Preise gegenüber.




Sinkende Verkaufserlöse für landwirtschaftliche Erzeugnisse

Der Absatz einheimischer landwirtschaftlicher Produkte am deutschen Markt wird zunehmend schwieriger. Importe aus anderen EU-Ländern, aber auch aus fernen Gebieten des Weltmarktes üben einen erheblichen Druck auf die Preise aus. Was den Verbraucher freut – Nahrungsmittel wurden tendenziell billiger und der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel ist tendenziell gesunken – bedeutet eine zunehmende Sorge für den deutschen Landwirt: Seine Verkaufserlöse und damit sein Bruttoumsatz sinken. Das gilt für pflanzliche Erzeugnisse wie Brot und Kartoffeln ebenso wie für tierische Erzeugnisse, also Fleisch- und Milchprodukte.    

Betrachtet man die Gesamtausgaben eines durchschnittlichen deutschen Verbrauchers, so sank der Anteil, der den deutschen Landwirten (für pflanzliche und tierische Produkte) zugute kommt, von 62,6 Prozent Anfang der fünfziger Jahre auf rund 25 Prozent in den Jahren 2005/2006.

Von einem Euro, den der Verbraucher im Jahre 2008 für Milch und Milchprodukte ausgab, erhielt der Milchviehhalter 33,84 Cent. Einen deutlich niedrigeren Anteil erhält zum Beispiel ein Getreidebauer vom Verkauf des Endprodukts: Von einem Euro, den ein Verbraucher für Brot oder Backwaren ausgibt, erhält ein deutscher Landwirt im Durchschnitt nur 3,6 Cent.

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