Deutschlands wichtigsten Käseabnehmer außerhalb der EU sind?

Die Antwort "Mexiko und Brasilien" ist leider falsch.
Die richtige Antwort wäre "Japan und Russland" gewesen.

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Quelle: C-PROMO.de / www.photocase.com

Deutscher Milchmarkt: Import- und Exportstrukturen

Der Außenhandel mit Milchprodukten hat für die deutsche Milchwirtschaft einen zunehmend hohen Stellenwert. Inzwischen entspricht die Ausfuhr von Milchprodukten aus Deutschland fast 45 Prozent der Milchmenge, die in Deutschland produziert wird. Enge Handelsbeziehungen sowohl im Export als auch beim Import bestehen vor allem – aber nicht nur – mit anderen EU-Staaten.

Zentrale Rolle des Außenhandels für deutsche Milchwirtschaft

Ausländische Absatzmärkte spielen für deutsche Molkereiprodukte eine zunehmend wichtige Rolle. Weil die Bevölkerung in Deutschland tendenziell abnimmt, der Altersdurchschnitt steigt und damit die Anzahl möglicher Milchverbraucher sowie der durchschnittliche Verbrauch an Milch und Milchprodukten ebenfalls bald tendenziell sinken wird, muss die deutsche Milchindustrie neue Märkte im Ausland erschließen um die – trotz sinkender Kuhbestände – steigenden Rohmilchmengen wirtschaftlich rentabel zu verarbeiten und zu veräußern. Immer enger ist der deutsche Milchmarkt deshalb mit den Märkten rund um die Welt verbunden. Eine besondere Rolle nimmt dabei der Handel mit den Märkten anderer EU-Staaten ein.

Wichtige Exportprodukte und Zielmärkte

Deutschland ist als größter Produzent von Käse innerhalb der EU zugleich der größte Exporteur von Käse innerhalb der EU. 45 Prozent des gesamten Milchaufkommens in Deutschland wurden im Jahr 2007 zu Käse verarbeitet. In den letzten zehn Jahren (1997-2007) sind die Käseexporte aus Deutschland um über 70 Prozent gestiegen. Mittlerweile exportiert Deutschland rund 800.000 Tonnen Käse. Die wichtigsten und größten Abnehmer deutscher Käseprodukte außerhalb der EU sind Russland und Japan.

Verglichen mit anderen EU-Staaten exportiert Deutschland darüber hinaus am meisten Joghurt, Kondensmilch, Magermilchpulver und Konsummilch. Die Außenhandelsbeziehungen konzentrieren sich auch bei diesen Produkten auf andere EU-Mitgliedsstaaten, wie Frankreich oder die Niederlande. Nur bei Kondensmilch, Kaseinat und Butter sind die Exportanteile nach Drittstaaten hoch. Beispielsweise sind Libyen und Saudi Arabien wichtige Empfängerländer deutscher Kondensmilch. Trockenmilcherzeugnisse aus Deutschland werden außerhalb der EU nach Indonesien, Saudi Arabien, Israel, Kuba, Nigeria und in den Sudan exportiert.


 
Insgesamt ist der italienische Markt Hauptabnehmer für deutsche Milchwaren. Nach Italien werden vor allem Versandmilch, Käse und Milchpulver exportiert.

Die Niederlande bilden den zweitgrößten Exportmarkt für deutsche Milchprodukte: Sie importieren Versandmilch, Milchpulver, Molkenpulver, Käse und manchmal auch Butter aus Deutschland.

Drittgrößter Auslandsmarkt für deutsche Milchprodukte ist mittlerweile Frankreich. Es hat sich in den letzten Jahren zum größten Importeur für deutsche Butter entwickelt. Daneben ist Frankreich nach Italien und den Niederlanden der drittgrößte Nachfrager nach deutschem Käse.

Wichtige Importprodukte und Lieferländer

Umgekehrt kommen durch den freien Handel in der EU Milch und Milchprodukte aus anderen EU-Staaten und Drittstaaten nach Deutschland. Die größten Exporteure nach Deutschland sind die Niederlande, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Die Schweiz ist der größte Lieferant unter den Drittländern.

Die Käseimporte machen ungefähr die Hälfte aller Importe aus. Hier sind die größten europäischen Lieferanten am deutschen Markt die Niederlande, Frankreich, Dänemark, Österreich und Italien.

Neben Käse werden größtenteils Butter, Joghurt mit Zusätzen sowie Molke und Molkenkonzentrat importiert. Butter ist nach Käse umsatzmäßig das zweitwichtigste Importprodukt. Größte Lieferanten sind die Niederlande und Irland. Aus den neuen EU-Ländern, wie Polen und Tschechien, kommt sehr viel Industrierahm und Versandmilch auf den deutschen Markt.

Deutschland ist Nettoexporteur

Bei den meisten Milchprodukten ist Deutschland jedoch Nettoexporteur, d.h. Deutschland exportiert also mehr Milchprodukte, als es importiert – mit Ausnahme von Butter.

Auffällig beim deutschen Handel mit Milchprodukten sind die niedrigen Preise der deutschen Exportprodukte und die hohen Preise für importierte Milchwaren. Dies liegt daran, dass Deutschland in vielen Fällen Rohmilch exportiert und fertige Milchprodukte importiert. Die Wertschöpfung und Veredelung der Milch findet noch im Ausland statt.

Schließlich werden von deutschen Konsumenten viele Spezialitäten (z.B.  französischer Käse) nachgefragt, während Deutschland viel Standardware (Milchpulver, Kondensmilch, Molke) in die EU-Nachbarländer und Drittstaaten ausführt.

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