Quelle: © Hanspeter Billiger / PIXELIO /

Weniger Klimabelastung durch Milchkühe

Die FAO hat ihren Bericht aus dem Jahr 2006 zu Klimawandel und Fleischproduktion überarbeitet und neue Zahlen im Bezug auf die globalen Treibhausgasemissionen aus der Milchwirtschaft vorgestellt.

Was ist die FAO?

Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (engl. Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO), im deutschen Sprachraum auch als Welternährungsorganisation bezeichnet, ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom.

Sie hat die Aufgabe, die Produktion und die Verteilung von landwirtschaftlichen Produkten im Allgemeinen und Nahrungsmitteln im Besonderen weltweit zu verbessern, um die Ernährung sicherzustellen und den Lebensstandard zu verbessern. Zu diesem Zweck hat sie z. B. den Codex Alimentarius entwickelt, der internationale Standards für die Lebensmittelsicherheit definiert.


Weniger Treibhausemissionen im Molkerei-Sektor

Nach der neuen Studie, die am Dienstag in Rom veröffentlicht wurde, entfallen rund 4 Prozent der globalen Treibhausemissionen auf den Molkerei-Sektor (http://www.fao.org/news/story/en/item/41348/icode/). Diese Zahl umfasst sowohl Emissionen im Zusammenhang mit der Erzeugung, Verarbeitung und Transport von Milchprodukten sowie Emissionen im Zusammenhang mit der Fleischproduktion von Tieren aus dem Molkereisystem.

Betrachtet man ausschließlich die Milchproduktion, Verarbeitung und Transport ohne die Fleischproduktion, so kommt man sogar nur auf 2,7 Prozent quantifiziert klimarelevanter Emissionen der Milchwirtschaft. Im FAO Bericht 2006 („Livestock’s Long Shadow“) sprach man noch von den undifferenzierten 18 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen, die auf die Viehhaltung zurückzuführen sind. Damit sind unsere Bemühungen zur Anpassung der alten und unhaltbaren Studie erfolgreich gewesen.

Der globale Durchschnitt von Treibhausgasemissionen pro Kilogramm Milch und verwandten Erzeugnissen auf Milchbasis liegt nach dem neuen Bericht in etwa bei 2,4 kg CO2-Äquivalent. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Umwelteinflüsse durch den Molkereisektor nicht so erheblich sind und durch moderne und effiziente Milchverarbeitung Emissionen reduziert wurden.

2011 will die FAO einen abschließenden Bericht veröffentlichen. Hier sollen sowohl ähnliche Berechnungen für andere Bereiche der Viehhaltung mit einfließen als auch Lösungsansätze für politische Entscheidungsträger, Erzeuger und Verarbeiter.

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