Die Überproduktion im Milchsektor hatte zur Folge, dass die öffentliche Hand im großen Stil Milch und Butter aufkaufte und einlagerte, um den Preis auf dem Markt zu stützen. Doch dies wurde rasch sehr teuer.
Schon Ende der 1970er Jahre hatte die EG das Ziel ihrer Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erreicht. Die europäischen Landwirte hatten ihre Produktion maßgeblich gesteigert und verkauften Gemüse, Getreide, Milch und Fleisch von hoher Qualität zu festgelegten Preisen. Doch die Produktion stieg weiter an. Die in der EG produzierte Milchmenge, die Produktionsmenge, überschritt die Milchmenge, die die europäischen Konsumenten verbrauchten, die sogenannte Verbrauchsmenge. Es gab also immer mehr Milch und Milchprodukte. Außerdem tranken die Menschen in Europa zu der Zeit nicht mehr so viel Milch. Die Preise fielen weit unter den festgelegten Richtpreis. Die staatlichen Stellen mussten immer mehr Milchpulver und Butter aufkaufen.
Export 44%
Lebensmittelhandel 40%
Industrie, Ernährungsgewerbe, Großverbraucher 16%weiterlesen