Quelle: GML, CMA

Schulmilch

Als Schulmilch bezeichnet man Milch und bestimmte Milcherzeugnisse, die in Schulen verkauft oder abgegeben werden. Die Europäische Union gewährt Beihilfen, damit Kinder und Schüler günstiger Milch und Milchprodukte erwerben können.

Warum ist die Milch an Schulen so wichtig?

Viele Kinder und Jugendliche gehen ohne Frühstück zur Schule. Dieser morgendliche Fehlstart hat Folgen, denn Kinder und Jugendliche sind in der Wachstumsphase ganz besonders auf die Energie- und Mineralstoffzufuhr nach der nächtlichen Schlafpause angewiesen. Folgen des Energiemangels sind Konzentrationsstörungen und geringe Leistungsfähigkeit. An der täglichen Energiezufuhr sind Milchprodukte durchschnittlich zu 20% beteiligt, an der Zufuhr von Fett zu 27%, von Kohlenhydraten zu 13% und Eiweiß zu 31%. Gleichzeitig stellen sie 62% der Kalziumzufuhr und 41% der Vitamin-D-Zufuhr dar, so die Ergebnisse der DONALD Studie 2008 (am Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund) mit dem Fokus auf den Verzehr von Milchprodukten.

Laut Ernährungsbericht der DGE essen Schüler häufig zu süß, zu fett und zu salzig. Der auf Grund dieser Essgewohnheiten festgestellte Mangel an Calcium wäre durch Milch einfach zu beheben. Für einen gesunden Knochenaufbau benötigen Grundschüler täglich 800 mg Calcium, fast 40 Prozent davon könnten bereits mit einem Viertel Liter Milch abgedeckt werden. Auch dem Auftreten von Osteoporose – einem zunehmend wichtiger werdenden Problem insbesondere bei Frauen – würde damit bereits in jungen Jahren vorgebeugt.

Das morgendliche Frühstück zu Hause und das Pausenfrühstück in der Schule sollten zusammen nicht weniger als 35 Prozent des Tagesbedarfs decken. Ernährungswissenschaftler betrachten den rückläufigen Schulmilchabsatz mit Besorgnis, denn: Wenn Milch an den Schulen nicht mehr angeboten wird, greifen viele Schüler erfahrungsgemäß zu überzuckerten Getränken, die zwar kalorienreich, aber nährstoffarm sind. Die Kalziumversorgung wird u.a. dadurch gefährdet, dass die in süßen Getränken als sogenannte "Kalziumräuber" enthaltenen Inhaltsstoffe in ihrer Wirkung unterschätzt werden. Kariesprobleme und Übergewicht nehmen zu. Daher ist es wichtig, das Thema Ernährung praxisorientiert in den Schulen und Kindergärten umzusetzen. Kinder müssen lernen, sich bewusst mit ihrer Ernährung auseinander zu setzen und die Tragweite von richtigen und falschen Ernährungsgewohnheiten zumindest im Ansatz einschätzen zu können. Verschiedene Organisationen wie beispielsweise die milchwirtschaftlichen Landesvereinigungen zeigen hier Wege und Möglichkeiten auf.

EU-Schulmilchprogramm

Die EU gewährt Beihilfen, damit Kinder und Schüler günstiger Milch und Milchprodukte erwerben können. Dies soll den Milchverzehr an Schulen steigern. Damit soll die Entwicklung guter Ess- und Ernährungsgewohnheiten gefördert werden, die ein Leben lang erhalten bleiben. Begünstigt sind pro Schüler und Schultag 0,25 kg Vollmilch. Die Preise je Portion liegen zwischen 20 Cent für lose abgegebene Frischmilch und 40 Cent für Milchmischgetränke.

Die Europäische Union hat das Beihilfenetz für Schulmilch sogar noch erweitert. So werden im Rahmen des Schulmilchprogramms nun auch bestimmte Erzeugnisse aus fermentierter Milch mit Frucht- bzw. Saftzusatz, Produkte aus fermentierter Milch wie Joghurt, Buttermilch, Kefir usw. sowie eine breite Auswahl an Käsen subventioniert.

Die Europäische Kommission hat eine Informationskampagne zu Schulmilch unter dem Motto "Drink it up" ins Leben gerufen, mit der auf positive Aspekte des Verzehrs von Milch und auf die Verfügbarkeit von EU-Fördermitteln für Schulen aufmerksam gemacht werden soll. Nähere Informationen zum Schulmilchprogramm und Anmeldeverfahren finden Sie unter http://drinkitup.europa.eu.

Das Kuhiz

In welchem Bundesland wurde 2007 am meisten Milch angeliefert?

FA Kuh

Ländervergleich 2008

Milkipedia - Das Milchlexikon

Fermentation (= Säuerung/Dicklegung)

Die Fermentation ist ein Prozess, bei dem mit Hilfe von Bakterien, Pilzen oder Zellkulturen die Milch angesäuert und dadurch angedickt wird. Sie ist ein wichtiges Verfahren bei der Herstellung von Sauermilchprodukten wie Joghurt oder...

Milchmädchen

Wohin fließt die verarbeitete Milchmenge?

Export 44%
Lebensmittelhandel 40%
Industrie, Ernährungsgewerbe, Großverbraucher 16%weiterlesen