Quelle: © Thorben Wengert /PIXELIO/ www.pixelio.com

Nahrungsmittel „kosten" immer weniger Arbeitszeit

„Arbeit bringt Brot – Faulenzen Hungersnot“, so weiß es der Volksmund. Aber die Bundesbürger müssen für ihre täglichen Nahrungsmittel immer weniger arbeiten, berichtet der Landvolk-Pressedienst.

Arbeitsaufwand für landwirtschaftliche Erzeugnisse

Im Jahr 1970 musste ein Arbeitnehmer für ein Kilogramm Schweinekotelett 96 Minuten lang arbeiten. Heutzutage beträgt die Arbeitszeit nur noch 27 Minuten, d.h. der Arbeitsaufwand ist um 72 Prozent gesunken. Aber auch andere landwirtschaftliche Erzeugnisse werden gemessen an der Arbeitszeit erschwinglicher. Hat ein Arbeitnehmer noch 1970 für zehn Eier 22 Minuten arbeiten müssen, sind es heute nur noch 5 Minuten. Noch weniger Arbeitsaufwand wird für Milch benötigt, nach drei Minuten Arbeitszeit kann bereits ein Liter Milch erworben werden.

Entwicklung der Arbeitslöhne und Nahrungsmittelpreise in Deutschland

Die Arbeitslöhne sind seit 1970 um das Fünffache gestiegen. Gleichzeitig sind die Nahrungsmittelpreise deutlich langsamer angezogen. Dementsprechend müssen die Bundesbürger immer weniger in Lebensmittel investieren. 1970 mussten die Bundesbürger noch 19 Prozent ihres Gesamtbudgets für Nahrungsmittel einplanen. 2008 waren es nur noch 11,4 Prozent. 2009 sind die Preise nochmals deutlich gesunken. Die Preise für Milch und Milchprodukte lagen im September 2009 um fast 24 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Preise für Kartoffeln, Obst und Gemüse waren ebenfalls tief gefallen.




Weitere Artikel

Artikel | Wirtschaft | Milchkonsum:  Nahrungsmittelverbrauch damals und heute
Artikel | Wirtschaft | Milchkonsum: Preise und Ausgaben
Artikel | Wirtschaft | Milchkonsum: Lebensmittel richtig kennzeichnen, aber nicht alles ist wirklich „analog“

Das Kuhiz

Welches EU-Land stellt für seine EU-Nachbarländer einen wichtigen Exportmarkt dar?

FA Kuh

Ländervergleich 2008

Milkipedia - Das Milchlexikon

Homogenisierung

Bei der Homogenisierung von Milch werden die in der Milch enthaltenen Fetttröpfchen unter hohem Druck (150 bis 300 bar) verkleinert, damit die Milch nicht aufrahmt und vom menschlichen Organismus leichter verdaut werden kann.

Diese...

Milchmädchen

Wohin fließt die verarbeitete Milchmenge?

Export 44%
Lebensmittelhandel 40%
Industrie, Ernährungsgewerbe, Großverbraucher 16%weiterlesen