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Nahrungsmittel „kosten" immer weniger Arbeitszeit

„Arbeit bringt Brot – Faulenzen Hungersnot“, so weiß es der Volksmund. Aber die Bundesbürger müssen für ihre täglichen Nahrungsmittel immer weniger arbeiten, berichtet der Landvolk-Pressedienst.

Arbeitsaufwand für landwirtschaftliche Erzeugnisse

Im Jahr 1970 musste ein Arbeitnehmer für ein Kilogramm Schweinekotelett 96 Minuten lang arbeiten. Heutzutage beträgt die Arbeitszeit nur noch 23 Minuten, d.h. der Arbeitsaufwand ist um 76 Prozent gesunken. Aber auch andere landwirtschaftliche Erzeugnisse werden gemessen an der Arbeitszeit erschwinglicher. Hat ein Arbeitnehmer noch 1970 für zehn Eier 22 Minuten arbeiten müssen, sind es heute nur noch 5 Minuten. Noch weniger Arbeitsaufwand wird für Milch benötigt, nach drei Minuten Arbeitszeit kann bereits ein Liter Milch erworben werden.

Entwicklung der Arbeitslöhne und Nahrungsmittelpreise in Deutschland

Die Arbeitslöhne sind seit 1970 um das Fünffache gestiegen. Gleichzeitig sind die Nahrungsmittelpreise deutlich langsamer angezogen. Dementsprechend müssen die Bundesbürger immer weniger in Lebensmittel investieren. 1970 mussten die Bundesbürger noch 19 Prozent ihres Gesamtbudgets für Nahrungsmittel einplanen. Im Jahr 2009 betrug der Anteil nur noch 11,2 Prozent. Die Preise für Milch und Milchprodukte lagen im September 2009 um fast 24 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Preise für Kartoffeln, Obst und Gemüse waren ebenfalls tief gefallen.




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