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Milchproduktion im Wandel

In Deutschland wird die Milchproduktion von regionalen Bedingungen bestimmt. Es gibt unterschiedliche Haltungsformen, Füttersysteme und Melkweisen.

Grundsätzlich zu unterscheiden sind zwei Arten der Stallhaltung, bzw. Haltungsformen: die Laufstallhaltung und die Anbindehaltung. Diese stehen in engem Zusammenhang mit dem Melkverfahren und der Betriebsgröße.

Haltungsformen: Laufstallhaltung oder Anbindehaltung?

Bei der Laufstallhaltung können sich die Kühe, wie der Name schon sagt, relativ frei bewegen und in den Liegeboxen niederlegen. Zum Melken werden die Kühe in den Melkstand gebracht. Bei der Anbindehaltung befinden sich die Kühe in ihrem jeweiligen Stand. Dort werden sie auch zu regelmäßigen Zeiten gefüttert und gemolken. Die Rohre der Rohrmelkanlage verbinden dabei die einzelnen Melkplätze mit dem Sammeltank. Von Frühjahr bis Herbst kommen die Kühe auf die Weide. Im Winter stehen die Tiere im Stall.

Der Trend zur Laufstallhaltung

Die Anbindehaltung gibt es heute vor allem noch in kleinen Milcherzeugerhöfen mit wenigen Kühen, vorwiegend in Süddeutschland und dort besonders im Alpenraum. Die Tendenz geht allerdings zur Laufstallhaltung. Vor allem bei einem großen Kuhbestand ist die Laufstallhaltung effizienter. Diese Haltungsform findet man hauptsächlich in den großen Milchproduktionsstätten im Norden und im Osten Deutschlands. 

Strukturwandel: Weniger Milchviehhalter und größere Betriebe



Die Zahl der Milchviehbetriebe in Deutschland nimmt immer weiter ab: um zwei bis vier Prozent pro Jahr. So hat sich von 1990 bis 2000 die Zahl der Betriebe zum Beispiel halbiert. Vor allem die Anzahl kleiner Milchviehhalter geht zurück. Betriebe mit Zukunft haben mindestens 50 Kühe. So hat sich 2007 und 2008 der Trend zu großen Milchproduktionsbetrieben weiter fortgesetzt. Zudem wächst der Bestand an Kühen pro verbliebenem Betrieb wieder: 2008 gab es 150.000 Kühe mehr in Deutschland als 2007.

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