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Milcherzeuger sehen Erholung am Milchmarkt

Die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeuger in Deutschland hat sich nach dem Krisenjahr 2009 wieder erholt.

Der deutsche Milchmarkt hat sich erholt, dies bestätigt auch der Deutsche Bauernverband (DBV). Für einen Liter Milch zahlten die Molkereien derzeit rund 30 Cent, während es vor einem Jahr noch 22 Cent waren, teilte der Deutsche Bauernverband mit. Die Nachfrage nach Milchprodukten habe sich erfreulich stabil bis sogar positiv entwickelt. Damit sei die Produktion nach dem katastrophalen Jahr 2009 wieder wirtschaftlicher geworden.
Im Juni und Juli sei der Absatz von Milch, Milchgetränken und Joghurt um etwa 15 Prozent gestiegen. Bei Butter hingegen, deren Preis in den beiden Monaten jeweils deutlich zulegte, sei die Nachfrage gefallen. Deutlich angezogen habe der Preis für Käse, hieß es weiter. So würden für ein Kilogramm rund 3,10 Euro gezahlt, Anfang des Jahres seien es noch 2,70 Euro gewesen.

Positive Halbjahresbilanz beim Außenhandel mit Milchprodukten

Das Außenhandelsergebnis der deutschen Milchindustrie kann sich sehen lassen. In fast allen Bereichen stiegen die Ausfuhren in Wert und Menge. Dies gilt sowohl für den innergemeinschaftlichen Handel als auch den Handel mit Drittländern.

Nach den Krisenjahren 2008 und 2009 hat sich das Außenhandelsergebnis deutlich verbessert. Die Kaufkraft steigt auch in den Partnerländern der Europäischen Union. Wichtigstes Exportland für Deutschland innerhalb der EU bleibt Italien. Im Drittlandsbereich spielt Russland die wesentliche Rolle.

Deutschland ist größter Käseexporteur der europäischen Union. Ca. ein Drittel der deutschen Käsemengen werden im Ausland verkauft. Dies unterstreicht die Bedeutung der internationalen Handelsverflechtung. "Der Binnenmarkt sorgt für einen einheitlichen Preis, ob wir das wollen oder nicht", so der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Eckhard Heuser, in Berlin.

Für Ausfuhren von Milch und Milcherzeugnissen werden keine Ausfuhrerstattungen gewährt, da der Weltmarktpreis deutlich angezogen hatte. Die Währungsschwankungen des Euro gegenüber Dollar und Rubel erhöhen jedoch das Außenhandelsrisiko, "…mit ein Grund für die aufgetretenen volatilen Preise in der EU", so der Verband.

Auch einen Ausblick wagt der Verband: "Die internationale Nachfrage nach Milcherzeugnissen sollte hoch bleiben, sagen zumindest die renommierten Forschungsinstitutionen voraus. Allerdings stellen wir fest, dass internationale Käufer zurückhaltend reagieren, wenn die Preise zu stark steigen." Das Angebot nimmt weltweit zu, die höheren Weltmarktpreise stimulieren nach Ansicht des Verbandes insbesondere in Neuseeland die Milchproduktion, dem wichtigsten Wettbewerber im internationalen Handel.

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