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Globaler Milchmarkt: Import- und Exportstrukturen

Wirtschaftlich aufstrebende Staaten wie China und Russland haben einen rasch ansteigenden Bedarf an Lebensmitteln, allem voran an Grundnahrungsmitteln wie Milch und Milchprodukten. Da der wachsende Bedarf nicht aus eigener Produktion gedeckt werden kann, werden Milch und Milchprodukte in steigendem Maße aus anderen Ländern importiert. (02/2012)

Insgesamt wuchs die Menge an Milchprodukten, die in den vergangenen beiden Jahrzehnten und insbesondere noch einmal in den zurückliegenden Jahren sehr stark an. Hauptexporteure sind dabei die Europäische Union und Neuseeland.

Welche Länder auf der Welt importieren am meisten Milch und warum?


Die Gruppe der weltweit größten Importeure von Milch und Milchprodukten besteht aus China, Russland, Mexiko, Ägypten, den nordafrikanischen Staaten (hauptsächlich Algerien), dem Nahen und Mittleren Osten (hier vor allem Saudi-Arabien), Fernost (China, Singapur und Indonesien), Japan und den USA.



Nach dem Abklingen der Krise am Milchmarkt im Laufe des Jahres 2009 ist es zu einer deutlichen Markterholung mit steigendem Preisniveau und spürbaren Impulsen in der Weltnachfrage, vornehmlich aus den Schwellenländern, gekommen. Dadurch hat der weltweite Handel mit Milchprodukten in den vergangenen Jahren bei nahezu allen Produkten wieder deutlich zugenommen. Vor allem China, Russland und Ägypten haben zuletzt ihre Importe von Milchprodukten erheblich gesteigert. In die USA wird insbesondere aus der Europäischen Union Käse importiert. Nach Russland gehen vor allem Käse, Butter und Molke. Viele afrikanische Staaten kaufen Kondensmilch und Milchpulver im Ausland ein. China bezieht hauptsächlich Molke und Milchpulver vom Weltmarkt.

Weil die EU die international gültigen Regeln für den Zugang zum eigenen Markt einhalten muss, können Milchprodukte in die EU importiert werden.

Wer sind die weltweit größten Exporteure? Welche Milchprodukte werden exportiert?


Neuseeland, Australien, die EU (hier vor allem Deutschland und Frankreich) und die USA sind mengenmäßig zu den führenden Exporteuren von Milch und Milchprodukten zu zählen.

Mehr als ein Viertel der in der Welt produzierten Milch kommt derzeit aus den 27 EU-Staaten. Zusammen mit Neuseeland und Australien decken die 27 EU-Staaten zwei Drittel des Weltmarktes für Milchprodukte ab.

Bis 2005 war die EU noch der weltgrößte Exporteur in der Gesamtsumme aller Milchprodukte auf dem Weltmarkt. Seit 2006 hält Neuseeland die erste Position in der Exportrangliste ein, gefolgt von der EU. Doch 2010 konnten die EU und die USA wieder höhere Mengen liefern. Neuseeland hat ein geringeres Angebot zur Verfügung als im Vorjahr. 2009 hatte man dort Bestände abbauen können, die sich Ende 2008 gebildet hatten. Das australische Angebot war ebenfalls verringert.




Besonders bei Exporten von Butter, Butterölen und Milchpulver ist Neuseeland weltweit führend. Bei Käse bleibt die EU nach wie vor der weltgrößte Exporteur. Andere Staaten wie die USA exportieren zwar sehr viele Milchprodukte (z.B. Magermilchpulver), importieren jedoch auch im selben Maß andere Milchprodukte (z.B. Käse).

Mit Blick auf die seit 2004 steigenden Weltmarktpreise für Milchprodukte, haben Argentinien, Weißrussland, Indien und Uruguay ihre Exporte von Milchprodukten erhöht. Trotzdem sind diese Staaten weiterhin der Gruppe der kleinen Exporteure am Weltmarkt zuzurechnen.

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