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Die Milcherzeugung und -anlieferung

In Deutschland werden zwei Mal täglich rund 4 Millionen Kühe gemolken. Dabei ergießt sich eine riesige Menge Rohmilch in die Milchsammeltanks: Im Jahr 2010 gaben die Kühe insgesamt 29,7 Millionen Tonnen Milch. Jede Kuh erzeugte im Durchschnitt knapp über 7.000 kg Rohmilch pro Jahr.

Milchmengen in Deutschland: Wie viel Liter Rohmilch wird an die Molkereien geliefert?

2010 wurden von den 29,7 Millionen Tonnen erzeugter Milch insgesamt 29,1 Millionen Tonnen an die Molkereien geliefert. Das sind 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Zählt man die aus dem Ausland importierte Milch mit dazu, wurden insgesamt 31 Millionen Tonnen an die deutschen Molkereien geliefert.

Regionale Unterschiede: Wie viel Milch wird in den einzelnen Bundesländern angeliefert?

Eine Übersicht über die Milchanlieferung an die Molkereien in den einzelnen Bundesländern findet sich hier.

Entwicklungen in Deutschland

In den letzten Jahren ist bei der Milchanlieferung in Deutschland ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu beobachten, wenn auch mit Schwankungen von Jahr zu Jahr. Die deutschen Milcherzeuger haben ihre Milchanlieferung mit den Quotenerhöhungen im Rahmen der EU-Agrarreform gesteigert, wenngleich in den beiden Vorjahren die Spielräume nicht vollständig ausgeschöpft wurden.

Wie hat sich die Milchleistung verändert?

Der Bestand an Milchkühen verändert sich von Jahr zu Jahr und damit auch die Menge Milch, die von den Milcherzeugern geliefert wird. In Deutschland hat sich die Zahl der Milchkühe in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich verringert, während zugleich die Milchleistung je Kuh gestiegen ist (siehe auch Artikel "Die Milchleistung"). 1984 gab es in Deutschland noch 5,7 Millionen Milchkühe; im Jahr 2010 waren es nur noch 4,1 Millionen. Die Milchleistung stieg im gleichen Zeitraum von durchschnittlich 4607 Kilogramm je Kuh auf 7.100 Kilogramm. Das entspricht einem Anstieg um ungefähr die Hälfte der Menge an Milch, die eine Kuh 1984 im Durchschnitt pro Jahr lieferte.

Weniger Kühe geben heute also mehr Milch als früher. Die Steigerung der Milchleistung resultiert im Wesentlichen aus verbesserten Futtermitteln, einer optimierten Stallhaltung sowie immer neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen für die Zucht und Aufzucht der Tiere. So konnte sogar der Abbau des Tierbestandes teilweise ausgeglichen werden – wenn auch nicht vollständig.

Eine weitere wesentliche Ursache für die Schwankungen der Milchanlieferung sind saisonale Bedingungen. Wetter und Witterungsverlauf wirken sich je nachdem positiv oder negativ auf die Milchproduktion und somit die von den Milcherzeugern angelieferte Menge an Milch aus.

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Joghurt ist ein Sauermilchprodukt, das in den gleichen Fettstufen vermarktet wird wie die Konsummilch - mit entsprechendem Hinweis in der Verkehrsbezeichnung. Sahnejoghurt muss 10 Prozent Fett enthalten.

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