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Der Auszahlungspreis an die Milcherzeuger

Wenn der Milchsammelwagen die Milch abholt, bewegen den Milcherzeuger eine Menge Fragen: Ist die Milch meiner Kühe von hoher Qualität? Hat sich der Arbeitsaufwand gelohnt? Der Preis, den die Molkerei dem Landwirt bezahlt, ist der Auszahlungspreis.

Wieviel Geld bekommen die Milcherzeuger für ihre Milch?

Der Auszahlungspreis, auch Milchpreis genannt, wird in Cent je Kilogramm berechnet. Um von Litern auf Kilos zu kommen wird ein Umrechnungsfaktor von 1,02 festgelegt. Ein Liter Milch entspricht 1,02 Kilogramm Milch. Für die Milcherzeuger ist der Auszahlungspreis der Molkereien eine wirtschaftliche Größe.

Grundsätzlich sind regionale Unterschiede und saisonale Schwankungen zu verzeichnen. Weitere Gründe für Unterschiede beim Auszahlungspreis sind:

- Verwertungsmöglichkeiten der Molkereien
- Außerordentliche Belastungen (Fusionen, Investitionen, Sonderabschreibungen etc.)
- Strategische Rücklagen

Der Auszahlungspreis ist als Ergebnis der wirtschaftlichen Tätigkeit der Molkereien unter den vorhandenen Rahmenbedingungen zu sehen. Dabei müssen von den Einnahmen der Molkereien alle Aufwendungen und Kosten, so auch Ausgaben für Marketing, Forschung und Entwicklung, Investitionen, Reserven/Rücklagen u.Ä. abgezogen werden.

Wie setzt sich der Auszahlungspreis zusammen?

Wie viel Geld ein Milcherzeuger für seine Milch bekommt, hängt von drei Faktoren ab: Erstens von der gelieferten Milchmenge; zweitens vom Fett- und Eiweißgehalt; drittens von weiteren Qualitätsmerkmalen wie Keimzahl, Zellzahl, Hemmstoffen und Gefrierpunkt der Milch.

Je höher der Fett- und Eiweißgehalt der abgelieferten Milch, desto höher ist der erzielte Auszahlungspreis. Der Grundpreis, auf den sich der Milcherzeuger und die Molkerei bei Vertragsabschluss einigen, bezieht sich in Deutschland auf einen Fettgehalt von 4,0 Prozent und einen Eiweißgehalt von 3,4 Prozent.

Einkalkulieren muss der Milcherzeuger die sogenannten Grund- und Stoppkosten. Das ist ein Beitrag zu den Kosten, die der Molkerei für die Abholung der Milch beim Milcherzeuger entstehen und den die Molkerei dem Milcherzeuger entweder als monatliche Pauschale oder je Anfahrt und Abholung pro Kilogramm Milch in Rechnung stellt.
 
Je mehr Milch der Milcherzeuger an die Molkerei liefert, desto geringer werden die Grund- und Stoppkosten in der Regel.
 
Der Auszahlungspreis für Milch mit 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß lag im Bundesdurchschnitt im Oktober 2011 bei 35,70 Cent je Kilogramm.

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