Quelle: © Stephanie Hofschlaeger / PIXELIO /

Biomilch in Deutschland

Noch vor kurzem war die Milchbranche vom starken Bio-Boom überrascht. Aktuell hält sich jedoch der Absatz von Biowaren in Grenzen.

Das Umsatzvolumen des Biomarktes in Deutschland wird auf etwa 6 Mrd. Euro geschätzt. Betrachtet man die gesamte Milcherzeugung, so kann man feststellen, dass der Bio-Anteil nur etwas über 1,8 Prozent liegt. Dieser geringe Bio-Anteil lässt sich damit erklären, dass der Auslandsanteil von Biomilch und Biomilchprodukten relativ hoch ist. Hauptlieferanten sind hier Österreich und Dänemark.

Nach einem Absatzboom ab dem Jahr 2000 wächst der Absatz von Biowaren seit dem Vorjahr nur noch langsam. Im Jahr 2009 stellte die Weiße Linie einen Verbrauch pro Käuferhaushalt im Bio-Sektor von knapp 12 kg dar, im selben Jahr war die Menge pro Käuferhaushalt im Nicht-Bio-Sektor knapp 137 kg (siehe Abbildung 1).
Die Gelbe Linie zeigte in derselben Zeit ebenfalls einen deutlichen Unterschied auf. Ein Käuferhaushalt hat im Jahr 2009 knapp 1,4 kg Bio-Käseprodukte eingekauft, hingegen 20 kg Nicht-Bio Produkte der Gelben Linie (siehe Abbildung 3).

Insbesondere stagniert der Absatz in den Handelsketten und Discountern. Sie alle haben eine Biosparte im Angebot und stehen für eine breite Nachfrage nach Biowaren. Offensichtlich weist nun dieser Absatzweg eine zunehmende Sättigung aus.


Abbildung 1:

Abbildung 2:

Abbildung 3:

Abbildung 4:


Quelle:
- dmz | Nr. 11 | 27.05.2010 | 131. Jahrgang | Seite 9
- GfK | Consumer Insights - ZMB
- BLE

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